Endlich in Afrika angekommen

Und zwar im sambischen Busch. Wildlife pur, und manchmal wird einem ganz schön mulmig zumute, vor allem nachdem man ein paar tierische Begegnungen hinter sich hat. Das tolle hier ist, daß schon lange bevor man den Nationalpark erreicht man das Gefühl hat im tiefsten Busch zu stecken. Keine Acker, Dörfer und Stromleitungen, sondern nur eine Straße, wenn man den von Mannshohem Gras gesäumten Feldweg so nennen darf, die an vereinzelten Hütten vorbeiführt. Noch gibts es wirklichen Busch, aber nicht mehr lange, denn es wird fleißig Brandgerodet.
Endlich ist auch das Fahrrad fahren wieder aufregend. Wenn ich während der Fahrt ein Rascheln höre zucke ich zusammen und wenn ich mal zu Fuß die Gegend auskundschafte kann ich nicht anders als mich immer wieder nervös umzuschauen.


Inzwischen schlage ich mein Lager auch nicht mehr wie üblich ganz abseits irgendwo im Busch auf sondern suche die Nähe von Menschen. Entweder frage ich beim Häuptling um Erlaubnis mein Zelt im Dorf aufzuschlagen, was aber einen Ansturm zur Folge hat und hunderte Augenpaare mitverfolgen was der Muzungo für seltsame Sachen hervorkramt. Deshalb ist mir eine schlichte leere Hütte am Dorfrand am liebsten.